Ortsteil Allendorf

Der Ortsteil Allendorf zählt ca. 560 Einwohner. Das Hessische Hauptstaatsarchiv hat bestätigt, dass die Ersterwähnung von Allendorf (bei Merenberg) imJahr 1289 als sicher gilt. Damals gründete Graf Gerhard von Diez das Stift Diez und stattete es u.a. mit dem Patronatsrecht zu Aldindorf (Allendorf) aus.

Der Ortskern des 18. Jahrhunderts reicht etwa von der Bogengasse bis zur Friedensstraße. Die Südseite der west-östlich durchziehenden Hauptstraße säumen offen gruppierte Kleingehöfte. Nördlich rücken Wohnhäuser und Scheunen in die Niederung vom Allendorfer Bach. Die Ansicht von Nordwesten über den Bach und die Bienwiese erfasst ein malerisches, geschichtlich aussagereiches Bild des Dorfrandes. Das Pfarrgehöft mit dem Hauptbau von 1619 und die kleine Barockkirche formen hier eine authentisch wirkende Baugruppe.

Die Evangelische Kirche, auch Stephanuskirche genannt, wurde an der Stelle einer mittelalterlichen Kirche im Jahre 1729 errichtet. Den Entwurf fertigte der Baumeister Alexander Klöckner aus Weilburg an. Ländlich-barocker Saalbau, wie er im Kreis häufig vertreten ist und der hier durch seinen gut geformten Haubendachreiter auffällt. Die Kirche steht auf dem alten, teilweise noch ummauerten Friedhof, hinter dem im Jahre 1996 neu gestalteten Dorfplatz des Ortsteiles Allendorf. Im Bereich der Hasselbacher Straße, der Limburger Straße und der Pfarrgasse stehen die ältesten Häuser des Ortsteiles Allendorf, welche als Kulturdenkmäler geschützt sind. Das ehemalige Alte Rathaus wurde im Zuge der Dorferneuerung modernisiert. Das im Erdgeschoss befindliche Backhaus ist in einem guten Zustand und wird mehrmals jährlich zum Brotbacken und zu weiteren Aktivitäten genutzt. Im Obergeschoß befindet sich ein Raum, in dem Sitzungen und auch kleinere Familienfeiern abgehalten werden können.